NHL 16 – Die neue EASHL

Nachdem der EASHL Modus auf den Current-Gen Konsolen ein Jahr auf sich warten lies, kehrt er in NHL 16 in größtenteils neuem Gewand zurück. Was der neue Modus zu bieten hat und wo im Vergleich zu den Last-Gen Konsolen Abstriche gemacht wurden, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Was ist die EASHL?

Für diejenigen, die mit dem Begriff EASHL nichts anfangen können, gibt es hier erstmal eine kurze Erläuterung, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Die EASHL (EA SPORTS Hockey League) ist die Online Variante des Be a Pro – Modus. Man erstellt sich einen Online Pro, mit dem man dann entweder ein eigenes Team gründet oder einem bereits bestehenden Team von anderen Spielern beitritt. Mit diesem Team kann man dann in bis zu 6vs6 Spielen gegen andere Teams antreten und Punkte sammeln, um in den Divisionen, beginnend bei 10 bis hin zur Division 1, aufzusteigen.

 

Monatliche Playoffs?

Mit der damaligen Einführung dieses neuen Liga-Systems wurde das Intervall der Playoffs, zum Missfallen vieler Spieler, von monatlich auf wöchentlich verkürzt, was den Reiz der Playoffs bei nahezu allen Spielern und Teams gen 0 liefen lies. Wie es in NHL 16 sein wird, hielt man sich zum aktuellen Zeitpunkt noch offen, es besteht also die Möglichkeit, dass die Playoffs künftig in einem anderen Rhythmus stattfinden werden. Womöglich wieder im angemessenen Monats-Takt.

 

Der neue Pro

Die größten Änderungen werden die Spieler bei der Erstellung ihres Pros erfahren. Wo man auf den Last-Gen Konsolen noch Attributspunkte nach Belieben verteilen und somit seinem Spieler individuell Stärken und Schwächen verleihen konnte, ist dies in NHL 16 nicht mehr möglich. Man kann nach wie vor seinen eigenen Spieler im Aussehen bestimmen, doch Details wie Passspiel, Schussgenauigkeit o.Ä. werden sich nicht mehr anpassen lassen. Stattdessen wählt man zu Beginn jedes Spiels einen Spielertypen aus, welchen man im jeweiligen Spiel verkörpert. Dies ähnelt dem Klassenmuster aus anderen Spielen, wo man aus verschiedenen Klassen eine auswählt und somit seine Eigenschaften annimmt. Diese Spielertypen sind von EA vorgegeben und beinhalten ebenfalls vorgegebene Attributsverteilungen, mit denen man sich zufrieden geben muss, welche sich auch nicht in Form von Boosts minimal verändern lassen. Zu diesen Spielertypen zählen die geläufigen Typen vorheriger NHL Titel (Spielmacher, Scharfschütze, Grinder etc.). Der Sinn dieses Systems ist es, das Spiel ausgeglichener zu gestalten und letztlich eine gute Mischung von Spielertypen und Teamwork über Sieg oder Niederlage entscheiden soll. Des Weiteren entfällt das bis dato nötige „grinden“, also das hochleveln der Spielerkarte (von Amateur über Veteran bis hin zur Legende). Dies hat den Vorteil, dass man direkt von Beginn an durchstarten kann und nicht erst mehrere hundert Spiele gespielt haben muss um seinen Pro soweit gestärkt zu haben, dass man gegenüber anderen Spielern keinen Nachteil mehr besitzt. Dies ist vor allem für die Spieler relevant, die nicht allzu viel Zeit in der EASHL verbringen oder generell wenig Zeit zum Spielen haben. Nun ist es jedoch so, dass durch das Freischalten der Karten eine Progression, also ein sichtbares voranschreiten, gegeben war, welches nun wegfällt und dem Spieler in Zukunft womöglich etwas fehlt, worauf man hin arbeiten kann. Doch laut einem Gamechanger ist wohl ein neues System in der Mache, das diese Lücke schließen soll.

Bezüglich der Attributsverteilung lässt sich bisher sagen, dass alle Spielertypen die selben Werte in Geschwindigkeit, Beschleunigung und Beweglichkeit haben, sodass dort kein Spielertyp einen Vorteil besitzt. Die Ausdauer hat nach Empfinden eines Gamechangers keinen Einfluss. Ebenso wird bei EA noch diskutiert, ob es Spielern möglich sein wird, die Größe und das Gewicht ihres Pros zu ändern und ob diese Änderungen dann Einfluss auf bestimmte Attribute haben werden. Schließlich wäre es komisch, wenn ein großer Spieler genauso beweglich und schnell wäre wie ein kleiner und ein kleiner leichter Spieler genauso gute Checks setzen kann wie ein schwerer 2 Meter Riese. Doch an dieser Stelle würde das geschaffene Gleichgewicht der vorgefertigten Spielertypen wieder einen Faktor erhalten, den der Spieler bestimmen könnte, weshalb man sich dort noch nicht einig ist, wie es schließlich umgesetzt wird.

Anmerkung: Diese Änderungen bei der Pro-Erstellung sind ausschließlich für den EASHL Modus relevant und gelten nicht im Offline Be a Pro. Dort habt ihr weiterhin Einfluss auf die Entwicklung eures Pros, je nachdem wie euer Spielstil ist.

 

Keine Drop-In Games und Lobbies mit eigenen Pros

Wo sich bei den gerade aufgeführten Änderungen die Meinungen spalten, werden sich bei den jetzt folgenden Infos sicher alle einig sein. So wird es nach aktuellem Stand keine Drop-In Games oder (öffentlichen) Lobbies mehr geben, zumindest nicht mit eigenen Pros. Drop In Games waren EASHL Spiele ohne eigene Teams und nur mit zufälligen fremden Spielern. Lobbies dienten dazu, mit bestimmten Spielern (zum Beispiel Freunden) EASHL Spiele abhalten zu können, wobei dort auch fremde Spieler beitreten konnten. Das Fehlen dieser beiden Features wird es für Clubs in Zukunft schwer machen, neue Spieler zu rekrutieren, da man nun keine Möglichkeit mehr hat, Spieler zu scouten. Es wird jedoch nach wie vor den OTP Modus geben, wo man statt des eigenen Pros mit NHL Spielern spielt, was jedoch kein wirklicher Ersatz sein wird. Aktuelle Priorität hat jedoch eine private Lobby, die es ermöglicht, bestimmte Spieler zu EASHL Spielen einzuladen um den Ligabetrieb von diversen Ligen (z.B. EHL) aufrechtzuerhalten, da es wohl aktuell auch keine Möglichkeit gibt, andere EASHL Teams direkt herauszufordern, wie es noch auf den Last-Gen Konsolen der Fall war. Ob eines dieser Features mit einem Patch nachgeliefert wird ist bisher noch unklar.

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